Kaktus spricht sich gegen verkaufsoffene Sonntage aus

Der Kaktus – Grüne Jugend Münster solidarisiert sich mit den Arbeitnehmer*innen und spricht sich daher gegen die zusätzliche Einrichtung verkaufsoffener Sonntage in Münster und Umgebung aus. Dabei unterstützt er ausdrücklich das Bürgerbegehren „Freier Sonntag Münster„.

Hintergrund:

Der Bündnisvertrag von CDU und Bündnis 90/Die Grünen/GAL im Rat der Stadt Münster sieht eine „Freigabe verkaufsoffener Sonntage“ vor. Bereits in den Koalitionsverhandlungen hat der Kaktus – Grüne Jugend Münster diesen Punkt mit großer Skepsis betrachtet. Nun wurde in einem Ratsbeschluss vom 11. Mai verfügt, dass bis zum Jahr 2019 elf zusätzliche verkaufsoffene Sonntage freigegeben werden sollen.

Unseres Erachtens ist das ein Angriff auf die Arbeitnehmer*innen-Rechte sowie auf die Entschleunigung, die ein gesellschaftsweiter, wöchentlicher Ruhetag bewirken kann. Wir möchten damit einer Vereinnahmung sämtlicher Lebensbereiche – und also auch aller Wochentage – durch Verkauf, Konsum und Ökonomie entgegenwirken und einen Raum für Freund*innen, Familie und vernachlässigte, nicht konsumorientierte Hobbys schaffen (oder besser: bewahren).

Das Bürgerbegehren benötigt 10.000 Unterschriften innerhalb der kommenden 6 Wochen, damit es einen Bürgerentscheid über die Rücknahme des Ratsbeschlusses gibt. Also unterschreibt bitte fleißig an einem der Infostände (nächster Termin: morgen, Samstag, 11 Uhr an der Lambertikirche) oder druckt euch eine eigene Unterschriftenliste aus, fragt Freund*innen und Bekannte und reicht die unterschriebene Liste ein.

Kaktus stellt sich kritisch zu schwarz-grünen Koalitionsverhandlungen

Der Kaktus – Grüne Jugend Münster kämpft für eine basisdemokratische, emanzipatorische, sozial-ökologische Kommunalpolitik. Vor diesem Hintergrund kritisiert der Kaktus das Verfahren der Koalitionsverhandlungen zwischen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN/GAL Münster und der CDU Münster. Den Mitgliedern von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN/GAL Münster wird zu wenig Zeit vor der entscheidungsfassenden Mitgliederversammlung eingeräumt, um sich über diese richtungweisende Entscheidung ausreichend zu informieren und eine ehrliche Auseinandersetzung zwischen Fraktion und Partei zu garantieren.

Einen möglichen Koalitionsvertrag zwischen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN/GAL Münster und CDU Münster kann sich der Kaktus grundsätzlich nur unter folgenden Voraussetzungen vorstellen:

  • Wir fordern eine aktive soziale Wohnungspolitik, die auch bewusst auf politische Maßnahmen wie eine Milieuschutzsatzung setzt. Wir erwarten aber ebenso neue Wohnungen und eine konsequente Sozialquote im Maßstab der im grünen Wahlprogramm aufgestellten Forderungen. Im Sinne der Nachhaltigkeit sind diese Ziele primär über Nachverdichtung und Konversion, aber nicht über neue Flächenausweisungen – insbesondere nicht für Einfamilienhaussiedlungen – zu erreichen. Finanzielle Interessen der Stadt müssen im Zweifel für das Gelingen dieser wichtigen Aufgaben hintenanstehen.

  • Wir fordern eine im Sinne der Nachhaltigkeit progressiv an ÖPNV und Fahrrad orientierte Verkehrspolitik. Wir erwarten eine Umsetzung von Tempo 30 innerhalb des Innenstadt-Rings. Flächenfraß zugunsten des motorisierten Individualverkehrs ist mit uns nicht zu machen –stattdessen brauchen wir mehr Raum und Sicherheit für Radfahrer*innen!

  • Angesichts aktueller Elternwünsche und einer zukünftigen Schule für alle fordern wir die dritte und im ganzen Stadtgebiet weitere Gesamtschulen ohne Wenn und Aber.

  • Die Münsteraner Kulturszene ist auf städtische Unterstützung angewiesen. Insbesondere die freie Szene hat unsere volle Solidarität – hier können wir uns keine Kürzung, sondern nur einen Ausbau der Förderung vorstellen. Kultur muss sich jede*r Münsteraner*in leisten können.

  • Extrem kostenintensiven und nicht nachhaltigen Prestigeprojekten oder einmaligen Großveranstaltungen werden wir uns auch weiterhin konsequent entgegenstellen, wenn sie nicht allen Münsteraner*innen einen langfristigen Nutzen bringen.

Die Sprecher*innen des Kaktus, Kira Feldeisen und Leon Herbstmann, finden: „Im Sinne einer emanzipatorischen und sozial-ökologischen Kommunalpolitik halten wir eine Koalition innerhalb der linken Ratsmehrheit für aussichtsreicher. Eine Koalition mit der CDU Münster können wir uns nur vorstellen, wenn wir eine klare, langfristig grüne Handschrift erkennen können, die auch über 2020 hinausgeht.“

Pressemitteilung als PDF

Kontakt: Kira Feldeisen & Leon Herbstmann | E-Mail: kontakt(at)kaktus-muenster.de | Kaktus – Grüne Jugend Münster, c/o BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN/GAL Münster, Windthorststr. 7, 48143 Münster

Kaktus – Grüne Jugend Münster solidarisiert sich mit Volker Beck

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Der Kaktus – Grüne Jugend Münster solidarisiert sich mit Volker Beck angesichts der aktuell gegen ihn erhobenen Vorwürfe des Drogenbesitzes. Auch wenn sich der Verdacht erhärten sollte, schmälert das nicht die großen Verdienste, um die er sich in seiner seit mehr als 20 jährigen Tätigkeit im Deutschen Bundestag verdient gemacht hat. Insbesondere sein Engagement in zwei Bereichen fand nicht nur innerparteilich große Anerkennung: Zum einen engagierte er sich beharrlich für die Rechte von LGBTI*-Personen. Er setzte sich für ihre Akzeptanz und Toleranz in der Gesellschaft und gegen ihre Diskriminierung ein. Zum anderen vertiefte er in seiner Funktion als Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe die Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Besonderen Einsatz zeigte er damit einhergehend auch in seinem Engagement gegen jede Form von Rassismus und Antisemitismus im Besonderen.

Mediale wie parteipolitische Schmutzkampagnen, die Volkers mutmaßlichen Drogenbesitz in Verbindung mit der politischen Instrumentalisierung von Drogen im Dritten Reich bringen oder in irgendeiner Weise versuchen, die genannten Vorwürfe für Wahlkampfzwecke zu missbrauchen, verurteilen wir scharf! Dies wird weder Volkers Verdiensten noch den Anforderungen eines politisch sachlichen Stils gerecht.

Die Sprecher*innen der Grünen Jugend Münster, Leon Herbstmann und Kira Feldeisen, ergänzen zu den Vorfällen und Volkers Entscheidung: „Volker Beck ist ein Grüner, der nicht nur gemeinsam mit der Grünen Jugend für politische Inhalte kämpft, sondern sie auch auf die große politische Bühne trägt. Dafür, aber auch für seine sonstige Arbeit, möchten auch wir uns, als Kaktus – Grüne Jugend Münster, mehr als nur bedanken! Und so sehr wir Volkers Entschluss bedauern, sollten wir uns jetzt erst recht für unsere und seine Inhalte einsetzen – gerne weiterhin auch mit Volker an unserer Seite, in welcher Funktion dann auch immer.“

Kaktus – Grüne Jugend Münster setzt sich für politisch Verfolgte ein

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Auf seiner „Wir denken an alle Geflüchteten, nicht nur an Jesus“-Party beteiligte sich der Kaktus – Grüne Jugend Münster auch am Briefmarathon von Amnesty International. Die Aktion, die am 18. Dezember auslief, rief dazu auf, Protestbriefe an diskriminierende und die Menschenrechte verletzende Regierungen und zugunsten politisch Verfolgter in verschiedenen Ländern zu verschicken. Laut AI kamen so weltweit 1,8 Millionen Briefe zusammen, ein großartiges Zeichen gegen politische Verfolgung!20151217_190324

Kaktus verteilt Kekse zum Jahresende

KeksaktionAnlässlich des nahenden Jahresendes verteilte der Kaktus – Grüne Jugend Münster in der Ludgeristraße vegane Haferflockenkekse und das dazugehörige Rezept. Außerdem wurde auch ein Rezept für einen veganen Nussbraten verteilt. Ziel der Aktion war die Bewusstseinsbildung, dass die Produktion tierischer Produkte wie Milch oder Eier, mit denen auch in der Weihnachtszeit viel gearbeitet wird, ressourcenintensiv und klimaschädlich ist und nicht selten gegen elementare Tierrechte verstößt.

Auch vor dem durch die Klimakonferenz in Paris geschaffenen Kontext, auf den wir in Flyern aufmerksam machten, ist eine Umstellung der Ernährung umwelt- und klimapolitisch geboten. Hier kann jede*r bei sich selbst anfangen!

Klimakonferenz in Paris – der Kaktus mahnt

IMG_20151129_150225Anlässlich der Weltklimakonferenz in Paris verteilte der Kaktus – Grüne Jugend Münster am Sonntag Flyer in der Innenstadt. Er mahnt darin zu ambitionierten Klimazielen und zu entsprechend konsequenten Instrumenten, um die Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen. Insbesondere rufen wir alle Menschen dazu auf, sich auch an die eigene Nase zu packen, etwa indem Strom gespart, Ökostrom genutzt, Fahrrad gefahren oder der ÖPNV genutzt wird. Auch die Nachfrage nach regionalen Produkten und das damit verbundene Einsparen von transportbedingten CO2-Emissionen sind ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz!

In Eisbärkostümen wurde insbesondere auf die exemplarische Bedrohung des Lebensraums von Eisbären durch die Klimaerwärmung aufmerksam gemacht. Beim Verteilen der Flyer zeigte sich eine breite Zustimmung unter den Passant*innen. Das soll ein Zeichen sein, um auf internationaler Ebene die Koordinationsprobleme und den Stillstand zu überwinden und endlich wirkungsvollen Umwelt- und Klimaschutz anzugehen!

Informationen zur Jahresmitgliederversammlung 2015

Es ist wieder so weit: Ein Jahr ist vergangen und daher versammeln wir uns auf unserer alljährlichen Jahresmitgliederversammlung am 28. November ab 14 Uhr im Grünen Zentrum, um uns inhaltlich aufzustellen, über unsere Satzung zu diskutieren, den alten Vorstand zu entlasten und einen neuen zu wählen.

Die Einladung des Vorstands, ein Bewerbungs- und ein Antragsformular findet ihr online unter dem Menüpunkt Jahresmitgliederversammlung 2015.

Erklärung zur Hausbesetzung des Hauptzollamtes

Zur Besetzung des Hauptzollamtes durch Linksautonome erklärt der Kaktus – Grüne Jugend Münster:

„Der Kaktus – Grüne Jugend Münster erklärt sich solidarisch mit den Hausbesetzer*innen des ehemaligen Hauptzollamtes in der Sonnenstraße. In Anbetracht der Wohnraumknappheit in Münster und dem gestiegenen Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten für Geflüchtete ist die Leerstandspolitik der BImA, die nur der Gewinnmaximierung dient, abzulehnen. Gerade eine Bundesanstalt sollte ihr Eigentum verantwortlich und nachhaltig nutzen. Soziale Kulturarbeit wäre ein Beispiel für eine nachhaltige Raumnutzung. Ein Polizeieinsatz für eine Wiederherstellung des Leerstandes ist in keinem Fall angemessen.“

250.000 demonstrieren gegen TTIP – auch Kakteen!

20151010_124504In Berlin haben gestern auch mehrere Mitglieder des Kaktus – Grüne Jugend Münster gegen die aktuell verhandelten Freihandelsabkommen TTIP, TiSA und CETA demonstriert. Damit reihten sie sich in eine Masse von bis zu 250.000 Gegner*innen ein, die zwischen Hauptbahnhof und Siegessäule ein klares Zeichen für die Wahrung von Verbraucher*innenschutz-, Umwelt- und Sozialstandards sowie eine stärkere Beteiligung und Information im Verhandlungsprozess setzten.

Bei der Demonstration wurde offenbar: Ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Umweltverbänden und engagierten Bürger*innen betrachtet die aktuellen Verhandlungen mit großer Skepsis. Insbesondere richtet sich die Kritik gegen die Intransparenz, die trotz einer „Transparenzoffensive“ der EU-Kommission, die ihres Namens nicht würdig ist, dazu führt, dass zentrale Dokumente der Öffentlichkeit vorenthalten werden. Außerdem wird durch Investorenschutzklauseln und Schiedsgerichte die Möglichkeit geschaffen, die erwähnten demokratisch legitimierten und beschlossenen Standards auszuhöhlen. Somit stellt insbesondere die Art der Verhandlungen einen Anschlag auf die Demokratie auf beiden Seiten des Atlantiks dar!

20151010_141320Wir möchten an dieser Stelle klarstellen, dass es in diesem Thema keinerlei Schulterschluss mit politischen Kräften vom rechten Rand (bspw. der AfD) gibt, die sich auch gegen diese Freihandelsabkommen richten. Diese wichtige Abgrenzung wurde auch gestern auf der Demonstration von Seiten der Veranstalter*innen vorgenommen und von den Demonstrant*innen in einem frenetischen Applaus bestärkt. Ebenso ist unser Statement gegen TTIP, TiSA und CETA kein generelles gegen den Freihandel, wie es uns oft die Befürworter*innen nachsagen, und zumindest für uns Kakteen auch kein Auswuchs eines plumpen Anti-Amerikanismus.

Am Ende steht die Forderung gegenüber den Befürworter*innen der Freihandelsabkommen: Nehmt deren Gegner*innen endlich ernst und werdet der Vielfalt der Protestbewegung gerecht, anstatt sie per se als Freihandelsgegner*innen, Anti-Amerikaner*innen und uninformierte Wutbürger*innen abzustempeln!

Auch die internationale Dimension des Protestes zeigt, dass Zweifel am demokratischen Rückhalt der Freihandelsabkommen angebracht sind: Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) gegen TTIP und CETA wurde EU-weit von über 3 Millionen Menschen unterzeichnet.

Neueinsteiger*innen-Treffen am 22. Oktober

Ihr seid neu in Münster? Ihr interessiert euch für Politik? Ihr möchtet euch für Ökologie und Nachhaltigkeit einsetzen? Dann schaut doch mal beim Kaktus – Grüne Jugend Münster vorbei!

Auf unserem Neueinsteiger*innen-Treffen am 22. Oktober um 19 Uhr im Grünen Zentrum (Windthorststr. 7 gegenüber vom Hauptbahnhof) stellen wir uns und unsere Arbeit vor. In zwangloser Atmosphäre kann man sich gegenseitig kennenlernen und abstimmen, wie man sich in Zukunft gemeinsam einbringen kann. Alle Menschen sind herzlich eingeladen – bitte schaut auch in euren Freund*innenkreisen, ob sich jemand hierfür interessieren könnte, und ladet sie ein (bspw. über Facebook).