Die Gewerkschaft IG Metall und der Arbeitgeberverband Gesamtmetall haben in Baden-Württemberg ihre Tarifverhandlungen zu einem einvernehmlichen Abschluss gebracht.

Es soll jedem Beschäftigten möglich sein seine Wochenarbeitszeit für maximal 2 Jahre auf 28 Stunden zu begrenzen und danach wieder zu seiner vollen Stundenzahl zurückzukehren.

Gleichzeitig sollen Unternehmen, unter bestimmten Voraussetzungen, ihren Beschäftigten eine Erhöhung auf 40 Stunden anbieten können. Künftig soll dadurch ein durchschnittliches Arbeitsvolumen von 35,9 Stunden pro Woche in den Betrieben erreicht werden. Es liegt allerdings der Gedanke nahe, dass unter dem Mantel der Freiwilligkeit vielen Beschäftigten ein höheres Arbeitspensum erteilt wird.

Die von der IG Metall geforderten 6 % Lohnerhöhung wurden auf 4,3 %  und einige Zusatzzahlungen zusammengestrichen. Ein ab Juli 2019 gezahltes Zusatzgeld kann von Eltern, pflegenden Angehörigen und Schichtarbeitern in 8 freie Tage umgewandelt werden.

Dieser Tarifvertrag wird als Manteltarifvertrag für alle Unternehmen der Metall-, Elektroindustrie et cetera gültig werden. Der IG Metall kommt hier eine Vorreiterrolle zu.

Hoffentlich wird es bald auch in anderen Branchen tariflich vereinbart, dass Beschäftigte ihre Wochenstunden temporär verringern können. Aber bitte ohne eine „freiwillige“ Erhöhung für die Kollegen.

NR