Am 25. April hat die AfD, trotz fehlendem Rückhalt aus der Bevölkerung, eine Lesung des nationalistischen Autors Weißmann veranstaltet. Der Autor hat seine Verschwörungstheorien zu den Folgen der 68er-Bewegung dargelegt. Zu diesem Zweck wurde die Stadtbücherei von den Rechten angemietet.

Unter anderem das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ rief zu einer Protestdemo vor der Bücherei auf. Der Kaktus und seine Mitglieder, sowie die Altgrünen, haben diesen Protest lautstark und mit ganzem Herzen unterstützt. Die 68er-Revolution hat viele Prozesse angestoßen, von denen wir heute noch profitieren. Sei es die Aufarbeitung der Naziverbrechen vor, im und nach dem Zweiten Weltkrieg oder die Gleichstellung von Frauen.

Münster hat eine sehr offene und tolerante Öffentlichkeit, die bei solchen Themen auch nicht wegschaut. Als progressive Speerspitze der münsteraner Stadtgesellschaft werden wir uns auch weiterhin gegen solche Treffen von nationalistischen „Denkern“ stellen und protestieren, wenn Nazis ihre kruden Theorien rausposaunen.

Im Vorfeld der Veranstaltung und der Demo wurde ein Gast des büchereiinternen Cafés, der die Toilette benutzen wollte, von dem AfD-Ratsherren Schiller, dem dortmunder AfD-Kreissprecher Wilke und einem weiteren AfD-Mitglied mit Gewalt aus dem Gebäude geschmissen. Der Gast trug ,ärztlich bestätigt, leichte Verletzungen davon. Die SPD, die Linke, der DGB (-jugend) und die Grünen fordern Aufklärung, während die AfD sich auf ihrer Facebookseite mit dem Vorfall brüstet.

Die AfD ist eine zutiefst rechtspopulistische und rückwärtsgewandte Partei, wie dieser Tag wiedermal gezeigt hat.

NR