In Münster findet seit ewigen Zeiten ein großer Verdrängungskampf statt. Es wird ein Keil getrieben zwischen reiche und arme Leute, zwischen Zugezogenen und Dagebliebenen, zwischen Familien und Wohngemeinschaften, zwischen Jung und Alt.

In dieser Lage geht die Solidarität unter, hier wird nur noch für die eigenen Leute und Bekannten gekämpft. Zum Glück gibt es seit ebenso ewigen Zeiten viele engagierte Menschen, die sich diesen Geschehnissen entgegenstellen. Aus den unterschiedlichsten Kontexten, ob privat oder organisiert mit anderen Mitstreiter*innen; diese Aktiven streben nach einer Stadt, in der man nicht nur wohnen und arbeiten, sondern auch leben kann.

Das passiert auf die unterschiedlichsten Weisen. Hier zeigt sich Münster von all‘ seinen Seiten und hier stellen sich Personen gegen den Ausverkauf einer Gesellschaft. Es braucht funktionierende Stadtgefüge, in dem alle auf einander achten und sich für einander einsetzen, und  Nachbarschaften wo man teilt, was man nicht braucht. Wenn dieses Gefüge auseinander bricht muss gehandelt werden.

Eigentum verpflichtet.

Der Kaktus steht hinter der Besetzung der Zentrale. Gleichzeitig unterstützen wir die Forderung der Besetzer*innen nach Freiraum. Sowohl räumlich, als auch durch einen Ort, an dem es keine Diskrimierung oder Ausgrenzung gibt. Ein Platz für die Leute, damit sie sich entfalten können und ohne Sexismus, Faschismus und Heteronormativität leben können. Das Patriarchat und der Kapitalismus enden und an Orten wie diesen beginnt es.

NR