Wir sind alle gleich. Und doch sind wir alle verschieden. Wir brauchen eine Gleichstellung unabhängig von allen Unterschieden; hinsichtlich unserer Geschlechter und Sexualität.

Dafür kämpfen wir jedes Jahr auf dem CSD (Christopher Street Day) und mit uns Millionen von Menschen rund um den Globus. In Zeiten einer zunehmenden Kommerzialisierung der Prideparaden in den reichen Ländern ist es eine Pflicht sich die schrecklichen Zustände für queere Menschen in anderen Ländern und auch in unserer Gesellschaft vor Augen zu führen. In Münster wird jedes Jahr mit einer Demo gegen die Ungleichheit angekämpft und trotzdem gibt es jedes Jahr wieder Rechtextreme, die „nur diskutieren wollen“.

Trotz dieser düsteren Vorzeichen ist auch der CSD in diesem Jahr ein voller Erfolg geworden. Die Leute haben sich nicht von dem ungewohnten Ort abschrecken lassen und sind in Scharen zum Hafenplatz geströmt.

Wir haben die ehrwürdige Tradition des Dosenwerfens wiederaufleben lassen. Viele Leute haben die Chance genutzt und Dinge wie Sexismus, Transphobie und Heteronormativität abgeworfen. Unser Queeres Filmquiz ist nicht ganz so gut angekommen. Anscheinend besteht ein großer Nachholbedarf. Queeres Leben ist in der Filmlandschaft immer noch viel zu oft nur eine Randnotiz.

Das dies auch viele Kakteen so sehen, haben wir an der Queeren Filmwoche in Vorbereitung auf den Christopher Street Day gesehen.

Wir sind mit vielen interessanten Menschen in’s Gespräch gekommen. Auch unsere Sticker, Bänder und andere Materialien sind sehr gut angekommen. Als Spezialgäste durften wir Maria und Stephan begrüßen. Als Extraspezialgast war auch Ulle Schauws, die queer- und frauenpolitische Sprecherin auf der Bundesgrünen, bei uns. Deutlich mehr Kakteen haben sich dieses Mal an der Planung und an dem Stand selbst selbst beteiligt. Auf so vielen Schultern verteilt ist alles sehr viel leichter.

Wenn jetzt auf der CSD-Party nächstes Jahr noch weniger Schlager etc. gespielt wird, dann haben wir ein richtig wunderbares Gesamtpaket.

Ein riesiges Dankeschön haben die Uni und das Schwulenreferat verdient, die dieses Jahr dafür gesorgt haben, dass auch vor dem Schloss eine Regenbogenfahne wehte.

Gleichheit nicht nur den Gleichen.

NR