Drei Personen fehlen. Georg, Jan und Sonja.

Die Tage des Patriarchats sind gezählt.

Das ist ein lang gehegter Traum von uns und das Motto des 53. Bundeskongresses der Grünen Jugend, der letzes Wochenende in Gelsenkirchen stattfand.
Noch nie waren so viele Menschen auf unsere bundesweiten Mitgliederversammlung. Fast 600 junge Leute waren angereist, um den queerfeministischen Kampf nach vorne zu bringen.
Aus Münster(-land) waren wir 11 Leute vor Ort.

In unzähligen Workshops und Anträgen beschäftigten wir uns mit den unendlichen Wegen gegen eine Dominanz einer patriarchalen Gesellschaft.
Die Bandbreite reichte von Trans*geschichte, über Frauen*förderung in unseren eigenen Strukturen bis zu dem feministischen Covorsitzendensystem der Menschen im syrischen Autonomiegebiet Rojava.

Das Grußwort einer türkischen Aktivistin konnte leider nur per Videobotschaft eingespielt werden, da ihrer Begleitperson das Visum für Deutschland nicht gewehrt wurde. Hier zeigt sich wieder die Politik der deutschen Botschaft in der Türkei, die nur bei großen Fällen, wie Deniz Yücel, für freiheitliche Werte einsteht.

Gentechnik, die Lage in Nordysrien, das Versagen der Bundesregierung in der Klimapolitik – all das und noch Vieles mehr war Thema auf dem Bundeskongress der Grünen Jugend, auf dem Münster durch die motivierten Menschen auf dem Foto oben vertreten war.
Auf unserem jährlich stattfindenden „Parteitag“ beschließen wir und unsere Parteifreund*innen aus allen Ecken und Enden des Landes unsere inhaltlichen Positionen, wählen unseren Vorstand neu und sitzen, wenn es sein muss, auch mal bis 0 Uhr nachts im Plenum.

Alle von uns gefassten Beschlüsse findet ihr hier und etwas übersichtlicher, zusammen mit allen Anträgen und Bewerbungen hier.

Das war aber natürlich keine Ausrede dafür, danach nicht noch zur legendären „BuKo-Party“ zu gehen und mit unseren Grünen Mitstreiter*innen eine geile Zeit zu haben.
Am Samstag haben wir einen tollen neuen Vorstand gewählt, mit denen wir ab jetzt umso motivierter und ambitionierter für effektiven Klimaschutz, für eine solidarische Gesellschaft und für eine feministischere Gesellschaft streiten.
Besonders schön war, dass zwei Frauen auf offene Plätze kandidiert haben und jetzt als Beisitzerinnen für uns da sind. Danke Berenike und Rahel.

TF/NR