Durch hunderte Treffen in Brüssel haben sich die großen Medienkonzerne, Gewerkschaften und Verwertungsgesellschaften in Europa die Europäische Kommission untertan gemacht. Der Antrag zur Urhebungsrechtsreform ließt sich wie ein Wunschkonzert der großen Verlage. Die UrheberInnen* müssen zurückstecken und große, oftmals multinationale Unternehmen können auf Kosten der Allgemeinheit noch größere Gewinne einfahren. Die Großen der Digitalbranche wird das Gesetz kaum jucken, während alle anderen leiden.

In den letzten Wochen haben sich vor allem die Personen und Institutionen der EU als Befürwortende der Reform herauskristallisiert, die nicht direkt von den BürgerInnen* der EU gewählt wurden (Kommission, nationale Regierungen und PR-Apparat).

Da etliche Tausend schriftliche und mündliche Proteste gegen diese Reform nur gezeigt haben, dass viele EVP-Abgeordnete im Mai nicht wiedergewählt werden möchten, war es am letzten Samstag an der Zeit den Unmut auf die Straße zu bringen.

Deutschlandweit gingen mehrere Hunderttausende, vorrangig junge Menschen, auf die Straße.

In Münster folgten zwischen 1500 und 2000 Leute dem Aufruf von verschiedensten Jugend- und Digitalorgas. Die Redebeiträge auf der Abschlusskundgebung gehörten durch die Bank zu den besten der letzten Jahre.

Am Dienstag wird im Europaparlament über den Gesetzesentwurf abgestimmt. Am 26. Mai ist in Deutschland die Europawahl. Geht wählen!

NR